Wer einen Hund bei sich aufnehmen will, der sollte mit Sorgfalt und Umsicht darangehen. Man muss sich beispielsweise für einen Welpen oder einen erwachsenen Hund entscheiden,
für einen Rüden oder eine Hündin, einen großen oder kleinen Hund, einen Rassehund oder Mischling. Wird ein guter Freund für ein älteres Familienmitglied gesucht, oder für eine Familie mit Kindern? Sind die zukünftigen Besitzer sehr sportlich, oder lieben eher lange Spaziergänge? Man muss sich im Voraus darüber im Klaren sein, dass bereits beim Kauf des Hundes die Verantwortung für das Tier und dessen ganzes Leben übernommen wird. Also sehr sorgfältig einen Hund aussuchen, der in das eigene Leben passt und niemals aus Mitleid ein Tier kaufen!
Bei Fragen berate ich natürlich gerne.

Entwicklungsphasen

Der Hund durchläuft einige Entwicklungsphasen in seinem Leben. Bei den Welpen sind sie noch gleich. Nach dem Zahnwechsel sind sie Juvenil/ Junghunde. Wann die Pubertät einsetzt, hängt von Rasse und endgültiger Größe ab. So sind auch kleine Hunde schon unter einem Jahr erwachsen und die Dogge erst mit drei Jahren. Manche Rassen bleiben die ewigen Junghunde, während die Pubertät für andere sehr wichtig für die weitere Entwicklung ist, wie z.B. für Hütehunde, die später auch einmal eigenständige Entscheidungen treffen müssen.

Was den Welpenschutz betrifft so gibt es die verschiedensten Vorurteile und Märchen in der Literatur und im Volksmund. Greift ein älterer Hund einen Junghund an so wird er gleich als asozial und verhaltensgestört dargestellt. Auch hört man oft Halbwahrheiten wie ein Welpenschutz würde nur im eigenen Rudel existieren.
Wollen wir jedoch biologisch korrekt sein, dürften wir keinen Hund über 14 Wochen als Welpen bezeichnen. Will man sich an führende Verhaltensforscher wie Zimen oder Trumler anlehnen, so ist die Welpenphase rein biologisch bereits mit 12 Wochen vorbei und es könnte, selbst wenn es ihn gäbe, demnach nach diesem Alter auch kein Welpenschutz erwartet werden.

Welpe allein zuhaus

Welpie war allein zu Haus, Herrchen und Frauchen waren aus, sie kamen heim - oh welch ein Graus!
Wie sieht denn jetzt die Wohnung aus? Langeweile tut nicht gut, weshalb ein Welpchen so was tut!
Der Fleckerlteppich hat ein Loch, Klein Welpchen sagt: er schmeckte doch!
Zwar war er anfangs etwas zäh, doch das verbesserte sich jäh, kaut man geduldig nur drauf rum...
ihr nehmt mir dies doch jetzt nicht krumm? Die Schuhe kannst jetzt auch vergessen, die haben nie gescheit gesessen!
Der Absatz wurde leicht verkürzt dass Frauchen mit den Pumps nicht stürzt.
War das richtig? Oder dumm? Egal...die standen hier ja doch nur rumKlopapier ist auf der Rolle...
das findet Hündchen auch ganz dolle . verteilt wurd' es auf alle Zimmer, benutzen kannst Du es jetzt nimmer.
Klein Welpie hat gut nachgedacht... und auch die Bürste mitgebracht!
Der Pflanze ist der Topf zu klein! Auch hier fiel Welpchen etwas ein...
Die wurde einfach umgestürzt... Die Wurzeln fachmännisch verkürzt...
Und auch der Blätter waren viel zuviel...übrig blieb... nur noch der Stiel!
Die Stofftiere? Schlecht dekoriert! Das ganze gehört umsortiert...
Es schaut doch gleich viel besser aus, guckt aus jedem Eck eins raus!
Auch Teddy blieb nicht ungeschoren...Klein Welpchen? Wo sind seine Ohren?

Mittendrin in dem Gewühl, sitzt ein Welpe...sagt nicht viel.
Gerade wollt er sich noch freu´n und stolz auf seine Taten sein...
Doch Herrchens Blick schaut seltsam aus... und Frauchen stößt nur Flüche aus..
Findet ihr mein Werk nicht fein??? Dann lasst mich auch nicht mehr allein!!!!

*Verfasser unbekannt

In Büchern, auf Seminaren und in Vorträgen, nicht nur unbekannter Personen, und damit zwangsläufig auch unter der hundehaltenden Bevölkerung sind immer wieder gleichbleibende, ethologisch überholte Ratschläge zur Bestrafung und Erläuterungen über die Rechtfertigung von Gewaltmaßnahmen durch angebliches Rudelverhalten zu lesen und zu hören.

Nachfolgend sollen ein paar dieser Empfehlungen und Argumentationen hinterfragt werden: